Singapur

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Tipps im Blog

Während meiner Vorbereitung auf drei Jahre Singapur habe ich viele Seiten im Netz besucht, aber nicht genau die Informationen gefunden die mir geholfen hätten. In diesem Blog werde ich die Erfahrungen teilen, die auch für andere nützlich sind.

Der Gecko im Toaster

TagebuchPosted by Frauke Fri, March 10, 2017 14:25:05

Kleine Singapur-Anekdote
Ich gehe in die Küche und sehe, wie unter dem Toaster auf der Arbeitsplatte ein Mini-Gecko hervorlugt und mich anguckt. Ich weiß nicht, wer von uns beiden sich mehr erschrocken hat. Nachdem mein Herzrasen nach dem Schock etwas ruhiger wurde, habe ich den Toaster hochgenommen und geschüttelt, keine Spur ... Alles drumherum abgesucht, nix ... Toaster angemacht (wird schon raus kommen wenn ihm zu heiß wird!), nix ... dann ist er wohl abgehauen?
Toaster nochmals umgedreht: Gecko hüpft raus und flitzt ins Wohnzimmer unter das Sofa. Mann, die können echt Hitze ab! Sofa weggeschoben - zack unter den Sessel gezischt. Das Spiel haben wir eine Weile gespielt ohne, dass ihm langweilig wurde.
Letztendlich haben wir unseren Haus-Gecko (wer weiß wieviele Toaströstungen der schon mitgemacht hat?) mit Hilfe eines Besens überredet, auf den Balkon zu ziehen.
Nun ist er nicht mehr zu sehen, hängt wahrscheinlich irgendwo an der Hauswand und leckt die Brandwunden...



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Abschied

TagebuchPosted by Frauke Sat, March 04, 2017 12:28:45
Nun hat es mich auch erwischt.
Die ersten engen Freunde mussten weiterziehen.

Völlig unvermittelt kommt die Nachricht "Wir werden bald das Land wechseln." Bähm! Viele sind das gewohnt und es gehört für sie zum Leben dazu, aber ich finde es schade, Vertraute in der Fremde zu finden und diese dann wieder loslassen zu müssen. In den letzten Monaten war ich zwar bei einigen traurigen Abschieden dabei, aber Fred und Bea gehörten von Anfang an zu den wichtigen Menschen in unserer neuen Heimat. Fred hat mir die ganze Stadt gezeigt, Tipps gegeben und regelmäßig haben wir neue Gegenden erkundet. Er ist ein wahres Vorbild dafür, auf Menschen zuzugehen und sich auf sie einzulassen. Außerdem hat er viele spannende Geschichten aus seiner jahrzehntelangen Auslandszeit zu erzählen. Als "Mitausreisende Partner" haben wir tagsüber zusammen die Stadt unsicher gemacht, viele lustige Abende zu viert mit unseren besseren Hälften verbracht und sogar Heiligabend gemeinsam gefeiert. Dirk und ich werden die beiden sehr vermissen. Liebe Bea, lieber Fred: Wir wünschen Euch viel Erfolg, alles Glück der Welt und nur Gutes für Euer nächstes Abenteuer. Bis bald in Canberra!



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Empfang beim ZDF

TagebuchPosted by Frauke Mon, February 27, 2017 18:20:53
In einer Stadt, die von so vielen Expats bevölkert wird, herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Nun gab es auch einen Wechsel im ZDF-Büro Singapur. Peter Kunz wurde nach 13 Jahren von Normen Odenthal abgelöst. Nun wurde der neue Studioleiter vorgestellt.

Das Bürogebäude, in dem das ZDF seine Räume hat, bietet für kleine Anlässe die passende Location. Von außen ähnelt das Parkview Square einem New Yorker Wolkenkratzer im Art Deco-Stil aus den 30er Jahren, ist aber noch relativ neu und wurde 2002 eröffnet. Der Anblick ist außen wie innen wirklich imposant. Ich musste mich immer wieder umschauen um all die Malereien und Skulpturen anzusehen. Die Lobby ähnelt der Empfangshalle eines Luxushotels und in der Mitte findet sich die "Atlasbar". In dieser tollen Umgebung durfte ich dabei sein, als vor ein paar Tagen zu Ehren "des Neuen" ein Empfang gegeben wurde, wofür auch der Chefredakteur aus Mainz angereist kam. Außerdem war das gesamte singapurische Korrespondentennetz der deutschen Medien anwesend. Ich mag solche Veranstaltungen, denn nach dem ersten halben Jahr in Singapur habe ich so viele Menschen kennengelernt, dass ich schnell bekannte Gesichter entdecke und nicht das Gefühl habe, als Neue in der Ecke zu stehen.

Events solcher Art sind hier auch immer genau durchgeplant. Diese Einladung war zum Beispiel für 17-19 Uhr ausgesprochen. Das bedeutet, dass alle Gäste pünktlich um 17 Uhr auf der Matte stehen und um 19 Uhr auch unaufgefordert wieder gehen. Alles schön absehbar.

Aber die Atlasbar werde ich wieder besuchen um mir dann nochmal alles in Ruhe anzusehen.


Parkview Square 600 North Bridge Road Singapore 188778



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Pearl Lam Galerie, Singapur

TagebuchPosted by Frauke Mon, February 20, 2017 08:17:18
In Dempsey Hill waren wir bei der Ausstellung "Präsenz von Weißen" in der Pearl Lam Galerie. Insgesamt gibt es vier Filialen in den Städten Hongkong, Shanghai und Singapur (zwei in Singapur).

Gegründet von Pearl Lam, sind die Pearl Lam Galerien eine treibende Kraft in Asiens zeitgenössischer Kunstszene.

Der ausstellende Künstler Zhu Jinshi benutzt für seinen abstrakten Gemälde bis zu 30 Kilogramm Farbe, was die Werke wie an der Wänd hängende Skulpturen aussehen läßt. Dafür benutzt er nicht nur Pinsel, sondern auch Schaufeln und Spatel. Manche Schichten müssen mehrere Wochen trocknen, bevor Zhu Jinshi an einem Bild weiterarbeiten kann.

Wir haben uns gefragt, warum die Deutsche Botschaft zu einer Ausstellung eines chinesischen Künstlers einlädt und die Antwort war naheliegend. Zhu Jinshi hat mehr als ein Jahrzehnt in Berlin gelebt und diese Zeit soll bleibende Spuren in seinem Schaffen hinterlassen haben.

Jeder der Gäste hat schnell ein Lieblingsbild für sich gefunden. Als dann allerdings bekannt wurde, dass eines der Bilder an dem Abend für 165.000 € verkauft wurde, musste ich umplanen. Unsere Wände zu Hause bleiben erst mal weiß...

Pearl Lam Galerien Singapur, Dempsey Hill

15 Dempsey Road # 01-08





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Chingay Parade 2017

TagebuchPosted by Frauke Tue, February 14, 2017 14:08:48
Das chinesische Neujahr hat bereits am 28. Januar 2017 begonnen und wir befinden uns nun im Jahr des Hahns. Chinese New Year ist in Singapur ein offizieller Feiertag, und zwar der einzige, an dem sogar viele Geschäfte geschlossen bleiben.

Wir haben das gar nicht mitbekommen, weil wir an dem Tag in Deutschland auf Heimaturlaub waren. Viele verlassen zu dieser Zeit die Stadt und sind in den umliegenden Touristendestinationen von Singapur zu finden. Allerdings dauern die Festivitäten zu dem wichtigsten Fest der Chinesen über mehrere Wochen an. Am 11. Februar fand der finale Höhepunkt, die Chingay Parade statt. Wir waren eingeladen daran teilzunehmen und natürlich wollten wir uns das Spektakel ansehen. Chingay heißt übersetzt "Kunst der Kostümierung und Maskerade" und ich bin wirklich froh, dass das Wort "Farbenpracht" existiert, sonst wäre eine Beschreibung der Parade schwierig.

Natürlich hält auch bei dieser Gelegenheit der Präsident Tony Tan Keng Yam eine Begrüßungsansprache und eröffnet die Veranstaltung.


Sämtliche ethnische Gruppen, Vereine und Gemeinschaften nehmen teil. Mit bunten Kostümen, geschmückten und beleuchteten Wagen, Choreografien und Gesangsdarstellungen ist der Festzug am F1 Pit Building vorbeigerauscht. Da wo noch im September Nico Rosberg als Sieger durchs Ziel fuhr, wurde nun ein Rosenmontag der anderen Art geboten.

Wir Zuschauer waren mit goldenen Pompoms ausgestattet worden und mussten immer wieder mitmachen. Freiwillige Helfer standen inmitten der Ränge und tanzten vor. Kamelle wurde nicht geworfen, aber ich habe Bonbons im ausgehändigten "Funpack" neben Regenponcho, Lichterstab, Wasserflasche, Fächer und bereits erwähnten Pompoms gefunden. Hatte ich schon mal erwähnt, dass Singapur sehr gut organisiert ist :-)?


Nun ist es offiziell, wir sind mittendrin im Jahr des Hahns. Das bedeutet, dass wir mit viel Motivation und Ausdauer durch das Jahr gehen werden. Ob es im sportlichen Sinne, bei der Karriere oder mit anderen Dingen helfen soll: Für die Umsetzung bleibt jeder selbst verantwortlich.





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Familienbesuch zu Weihnachten

TagebuchPosted by Frauke Tue, January 03, 2017 18:47:01
Wiedersehen nach fünf Monaten!

Heimweh hatte ich bisher kaum, aber als zwei Tage vor Heiligabend der Besuch meiner Schwester bevorstand, konnte ich es kaum abwarten, sie endlich in den Arm zu nehmen. Oder vielmehr, von ihr in den Arm genommen zu werden! Während ich am Flughafen wartete kamen mir immer wieder die Tränen und als ich meiner großen Schwester dann um den Hals flog, bekam sie Angst, dass etwas nicht in Ordnung wäre.


Wir hatten den ersten Abend für uns allein, denn Mann und Kinder kamen erst einen Tag später. Dann war die Bude voll mit insgesamt sechs Erwachsenen. Es war schön zu zeigen wie wir leben, was Singapur ausmacht und welche schönen Ecken es hier gibt. Leider haben wir gerade Regenzeit und das Wetter hat viele Pläne durchkreuzt.


Heiligabend war ein Barbecue am Pool geplant und als wir mit Sack und Pack hinuntergehen wollten, kam ein gewaltiges Gewitter. So mussten wir umdisponieren und haben in der Wohnung den Tisch gedeckt. Vor dem Essen gab es Bescherung doch trotz Weihnachtsbaum, Geschenken und Champagner war es ein merkwürdiges Gefühl weil die besinnliche deutsche Stimmung fehlte. Aber dadurch wurde mir eines klar: Wenn ich meine liebsten Menschen um mich herum habe, ist es unwichtig wo ich gerade bin. Auch das Datum 24.12. war mir schnuppe. Heike, Klaus, Linda und Josh haben sich in den Flieger gesetzt, waren 20 Stunden unterwegs und sind hergekommen. Nur um mich zu sehen.
Ich danke Euch dafür!

Im Laufe des Abends wurde die Gesellschaft noch größer und mit Familie und Freunden haben wir einen sehr lustigen und amüsanten Abend gehabt. Englisch und deutsch wurde durcheinander gesprochen, wir haben gesungen, getanzt und tolle Gespräche gehabt. Außerdem schmecken Steaks und Würstchen aus der Pfanne genau so gut wie vom Grill.



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Infinitypool ohne Hotelübernachtung

TagebuchPosted by Frauke Tue, December 27, 2016 16:58:47
Vor einiger Zeit durften wir ein Wochenende im Marina Bay Sands Hotel verbringen und den einzigartigen Infinitypool im 57. Stockwerk genießen. Dieser Pool ist den Hotelgästen vorenthalten, ohne Zimmerkarte erhält niemand Zutritt zu dem heiligen Bereich mit Superausblick auf die Skyline von Singapur. Aber es gibt auch Möglichkeiten, den Blick ohne hohe Hotelkosten zu genießen, nur leider dann auch ohne Bikini und Badehose. Mit unseren Besuchern aus Deutschland haben wir das zum ersten Mal ausprobiert und einen herrlichen Nachmittag über Singapur verbracht.



Im Tower 3 des Marina Bay Sand führt ein Aufzug in die Bar "CÉ LA VI". Am Eingang steht außerordentlich nettes Personal, das den Weg nach oben zeigt. Erst mussten wir pro Person einen Verzehr-Voucher zum Preis von 20 Singapur-Dollar erwerben und schon öffnete sich die Fahrstuhl um uns "on the top" zu bringen. Oben angekommen hatten wir Glück und konnten einen Stehtisch direkt neben dem Pool erobern, nur durch eine Plexiglaswand vom Pool entfernt.



Die Getränke sind erschwinglich und es ist viel netter, mit einem Drink in der Hand die Aussicht auf den Pool und die Skyline von Singapur zu genießen, als die Alternative zu nutzen, nämlich eine Aussichtsplattform neben der Bar, dem Skypark Obversation Deck (Eingang und Tickets auch Tower 3, Eintritt 23 Singapur-Dollar für Erwachsene, 17 Singapur-Dollar für Kinder zwischen 2 und 12 Jahren).

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Schüsse im Condo

TagebuchPosted by Frauke Thu, December 22, 2016 07:56:37

Das Expatleben ist ein Heiligtum. Der größte Anteil der Entsandten in Singapur lebt in sogenannten Condos. Das sind Wohnanlagen, die an Feriendörfer erinnern und auch so verwaltet werden. Hier fragt niemand nach dem Hausmeister, da gibt es Security, Manager und weitere Angestellte. Pool, Barbecue, Tennisplatz und Fitnessraum müssen gepflegt werden und täglich werkeln die Gärtner auf dem Gelände herum, damit alles hübsch aussieht. In irgendeinem Stockwerk ist auch immer eine der Putzfrauen zu finden, die das Treppenhaus sauber halten. Da darf nichts den Frieden und die Behaglichkeit stören, denn die Condo-Konkurrenz ist groß und bei den horrenden Mieten in Singapur muss nun mal auch etwas geboten werden.

Vögel im Übermaß gehören dabei nicht zu den Vorzügen einer Wohnanlage. Krähen sind keine einheimischen Vögel, wurden aber vor Jahren eingeführt, um den schädlichen Nashornkäfer zu eliminieren. Bei dem tropischen Klima vermehren sich die Krähen das ganze Jahr hindurch vielreich und es ist eine regelrechte Plage entstanden. Sie stellen eine Gefahr dar für fremde Nestlinge und Vogeleier und nehmen so Einfluss auf die Population der einheimischen Vogelwelt. Dazu sind Krähen mit ihrem heiseren Gekrächze wahnsinnig laut und haben auch einiges an unschönen Hinterlassenschaften zu bieten. Darum wird ihnen ganz simpel der kurze Prozess gemacht: Ein Aushang am schwarzen Brett warnt noch schnell vor Schussgeräuschen und am nächsten Tag erscheinen die "Crowbusters" auf der Bildfläche. Allesamt Freiwillige aus Schützenvereinen. Dann ist für ein paar Minuten Schusswaffengeballer zu hören, die schwarzen Flugtiere fallen auf den Boden und schon ist die Show vorbei. Nur noch die toten Tiere einsammeln, und das schöne friedliche Leben kann ohne krächzende Geräuschkulisse weitergehen.



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Am Weihnachtsbaume die Lichter blinken

TagebuchPosted by Frauke Thu, December 15, 2016 16:54:23

Wir sind mitten in der Adventszeit und versuchen langsam in Weihnachtsstimmung zu kommen. Nicht leicht so nah am Äquator. Ein Adventskranz ist unpraktisch, weil der Balkontisch dafür zu klein ist. Drinnen in der Wohnung halten wir uns kaum auf, im Wohnzimmer ist also auch Quatsch. Nun müssen Lichterketten und ein Plastikbaum herhalten. Richtig, ein Baum aus Plastik. Der erste in meinem Leben. Seit unserer Ankunft im August wurde mir der Mund wässerig gemacht mit der Hoffnung auf eine echte Tanne. Am günstigsten bei IKEA zu bekommen. Ich habe das Gefühl, jeder hat im letzten Jahr den Baum dort gekauft. Doch dann die Ernüchterung: Die Transportkosten sind dermaßen angestiegen, dass der Schwede auf einen Baumimport verzichtet. Was nun? Es gibt sie, die echten Fichten, Nordmanntannen und wie sie alle heißen. Allerdings zu Preisen, die ich lieber in andere schöne Dinge investiere. (Ich muss unbedingt daran denken, den Dutyfree-Champagner kaltzustellen...) Da kam mir folgendes Angebot gerade recht: Plastiktanne in grün, 1,20 m hoch und mit 20 S$ mehr als erschwinglich. Bei der Größe braucht sie auch nicht viel Schmuck und mit der Lichterkette ist alles nahezu perfekt. Strom für die Lichter angeschlossen und... Es blinkt, und zwar in drei Stufen: Schnell, langsam oder sehr langsam. Kein Dauerlicht. An-aus-an-aus.





Liebe Familie, ich habe alles getan. Dort wo Heiligabend gefeiert wird, hat ein Baum zu stehen. Das ist völlig richtig und habe ich gerne erledigt. Wenn Ihr zu Weihnachten nach Singapur kommt, habt keine Angst. Wir schauen den Baum kurz an, singen ein Lied und dann gehen wir zum BBQ an den Pool. Von unten sieht das Wechsellicht hoch oben bestimmt sehr schön aus.

Allen zusammen eine schöne blinkende Weihnachtszeit!






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Infinitypool auf dem Marina Bay Sands

TagebuchPosted by Frauke Wed, November 23, 2016 14:28:49

Dirks Kollegen von BearingPoint haben uns ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk nach Singapur mitgegeben. Einen Gutschein für eine Übernachtung im Marina Bay Sands. Hammer! Wir haben uns riesig gefreut und konnten aus kaum abwarten, das Hotel von innen zu sehen. Von außen ist es schon ein Erlebnis, aber der größte Clou ist definitiv der Infinitypool im 57. Stock. Nur für Hotelgäste zugänglich, ist dieses 146 Meter lange Schwimmbecken natürlich heiß begehrt. Das berühmte Foto von sich mit der Skyline von Singapur im Hintergrund will jeder haben. Es gehört zum Pflichtprogramm, wenn man es dorthin geschafft hat. Ein Meer von Selfiestangen im Chlorwasser. Hier ist bestimmt schon das ein oder andere Handy ertrunken.

Während der telefonischen Reservierung im Vorfeld wurde ich gefragt, ob wir mit dem Taxi anreisen würden und ich musste bei der Antwort grinsen: "Nein, wir kommen zu Fuß." Das war allerdings gelogen, denn wir haben die U-Bahn genommen. Ich musste ja zwei Bikinis in den schweren Koffer packen. Die Empfangshalle des Marina Bay Sands ist nicht sehr mondän und gleicht einer Bahnhofshalle. Wir durften im VIP-Bereich einchecken, das waren wohl gute Voucher, welche die Kollegen besorgt haben. Unser geräumiges Zimmer mit bodentiefen Fenstern im 31. Stock hatte ein großes Badezimmer und einen phantastischen Ausblick auf die Bay. Lange haben wir uns dort nicht aufgehalten, der Pool hat gewartet. Ab in den Fahrstuhl, 26 Etagen weiter nach oben und nach dem Gang durch eine Schleuse, die nur mit der Zimmerkarte zu passieren ist, standen wir im Plantschparadies. Kuschelige Badelaken werden vor Ort ausgehändigt und zwei Liegen am Pool waren schnell gefunden. Dann sind wir sofort ins Wasser gehüpft und haben wie alle anderen auch hunderte von Fotos gemacht. Der Ausblick ist wirklich einzigartig und dann hockt man da im Wasser, hat die Bay vor sich liegen und rundherum stehen all die Wolkenkratzer. Da war selbst ich ein paar Minuten sprachlos.




Der Infinitypool ist übrigens nicht unendlich! Dahinter liegen eine Wasserrinne und ein Durchgang für das Personal entlang des Beckens. Es bestand nie die Gefahr, nach unten zu stürzen...




Was wir uns erspart haben, sind Videoanrufe an sämtliche Freunde und Verwandte. Eine beliebte Beschäftigung, wie um uns herum zu sehen war. In sämtlichen Sprachen wurden Liveberichte nach Hause durchgegeben, denn im Pool sind alle möglichen Internationalitäten vertreten. Eine verrückte Gruppe von Koreanerinnen hat uns echt zum Lachen gebracht. Eines der Mädels wollte unbedingt durch den Pool kraulen. Im Neoprenanzug bei 30 Grad im Schatten und mit Schwimmbrille auf dem Kopf, hat die Frau erst Dehnübungen am Beckenrand gemacht um sich dann im Pool zu wundern, dass ungefähr 150 Hobbyfotografen im Weg stehen. Das Hobby Nr.1 in Singapur ist aber das Essen und dafür wird auch hier oben gesorgt. Die Verzehrpreise sind nicht hoch und bei einem Päuschen auf unseren Liegen haben wir ein leckeres Clubsandwich und einen Pitcher Bier bestellt. Der kitschige Sonnenuntergang war uns leider nicht vergönnt, dafür war der Himmel zu bewölkt und die Sonne war irgendwann einfach nicht mehr da. Dafür ist es umso schöner, im Dunkeln weiter auf die Stadt oder auf der anderen Seite zu Gardens by the Bay zu schauen. Die beleuchteten Supertrees von oben zu sehen war auch etwas besonderes.

Die Pool-Area schließt um 23:00 Uhr. Nach einer kurzen Dusche haben wir uns nach ganz unten begeben und sind durch die angrenzende Mall gebummelt. Die Geschäfte waren bereits geschlossen, aber das war nicht schlimm. Wir mussten sowieso nichts mehr bei Dior oder Chanel besorgen. Ins Casino wären wir ganz gern hinein gegangen, hatten aber nur unsere Singapur-IDs dabei. Leider braucht man zusätzlich noch den Reisepass, aber dafür war uns der Weg nach oben ins Zimmer zu weit. So ein Tag im Wasser mit Höhenluft macht faul.

Morgens um 6:00 Uhr wird der Poolbereich geöffnet. Wir haben es immerhin geschafft, uns nach Kaffee und Muffins zum Frühstück nur zwei Stunden später wieder auf den Liegen zu fläzen. Diesmal mitten im Wasser und mit Sonnenschein. Immer wieder der Blick auf die Uhr, weil wir nicht ewig bleiben dürfen. Um 11:00 Uhr ist im Marina Bay Sands leider Checkout angesagt, und nachdem wir unsere geliebten Zimmerkarten abgegeben hatten, sind wir brav in die Bahn gestiegen und nach Hause gefahren.

Das war für uns beide ein sehr besonderes Wochenende in der neuen Heimat. Danke an alle, die uns dieses tolle Geschenk gemacht haben!



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