Singapur

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Tipps im Blog

Wie beginnt man ein neues Leben in einer fremden Kultur? Das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden und seinen Weg suchen. Hier berichte ich von meinen ganz eigenen Erlebnissen und ein paar Tipps für den Alltag in Singapur sind auch dabei.

Heiratsmarkt in Shanghai

ReisenPosted by Frauke Sat, October 28, 2017 09:42:11

Urlaub! Eine Woche in China und wir sind total gespannt!

Fünf Stunden mit dem Flugzeug durch die Nacht nach Shanghai, unserer ersten Station. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Croissants ging es um 6 Uhr morgens los mit unserer Stadttour, und zwar in Richtung Bund.


Bund ist der englische Name der 2,6 km langen Uferpromenade am Huangpu-Fluss. Der chinesische Name des Viertels lautet Waitan. Hier stehen imposante ältere Gebäude und der französische Einfluss auf die Stadt ist absolut sichtbar.

So früh am Samstagmorgen ist wie erwartet nichts los gewesen und wir konnten Shanghai außergewöhnlich ruhig begrüßen.


Der Weg führte durch den People‘s Park, in dem eine sehr asiatische und angenehme Atmosphäre herrscht. An jeder Ecke treffen sich Gruppen zum Tai-Chi und um ihre Schwertkampfkunst zu trainieren. Ich hätte gerne mitgenacht, aber in unserem übermüdeten Zustand haben wir besser einfach nur zugesehen.

Im Peoples‘ Park ist aber noch mehr los. Am Wochenende findet ein richtiger Heiratsmarkt statt. Eltern versuchen dort, ihre Kinder unter die Haube zu bringen An aufgespannten Regenschirmen sind große Zettel mit einer Beschreibung der zukünftigen Braut oder des Bräutigams angebracht.


Fotos der Junggesellen waren keine zu entdecken, es geht wohl eher um die Eckdaten. Chinesische Schriftzeichen sind mir nicht geläufig, aber an den Zahlen sind Geburtsjahr (alles Jahrgänge aus den 80ern, es wird also Zeit!), Größe und Telefonnummern abzulesen. Geld wird auf diesen Steckbriefen nicht geboten, aber wer weiß, was in den Diskussionen (vor dem Schirm) alles ausgehandelt wird.

Uns wurde dadurch bewusst, in welcher völlig anderen Welt mit fremder Mentalität wir unterwegs sind. Ich habe selbst erst spät geheiratet, ob meine Eltern auch manchmal gerne mit Schirm und Zettel in den Hamburger Stadtpark gegangen wären?





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Malakka

ReisenPosted by Frauke Tue, October 03, 2017 14:32:44

Malakka, eine Stadt an der Westküste von Malaysia, ist nur 240 km von Singapur entfernt. Eine gute Gelegenheit, mit meinem Neffen Josh, der gerade für ein paar Wochen zu Besuch ist, einen kurzen Ausflug über die Landesgrenze zu machen.

Mehrere Busse fahren täglich die Strecke Singapur-Malakka und zurück. Auf busonlineticket.com haben wir Fahrkarten gebucht und sind frühmorgens vom Busbahnhof Queen Street nähe Bugis aufgebrochen. Die Busse sind mit breiten und bequemen Sesseln ausgestattet und wir konnten sogar die Beine lang ausstrecken.

Wer sich am Hotel „Casa del Rio“ absetzen lässt, befindet sich mitten in der Altstadt und von dort haben wir sehr schnell und einfach unser Hotel gefunden um dann mit dem Sightseeing loszulegen. Die Stadt steht seit 2008 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbe und die Altstadt ist wirklich traumhaft schön. Am Fluss ist mir auch das alte hübsche Wort „pittoreske" eingefallen.
Die alten Häuser in ihren unterschiedlichen Farben beherbergen Restaurants und Bars, in denen man ein Bier zu angenehmen Preisen trinken und dabei den Anblick wirken lassen kann. Kurzurlaub eben. Am Nachmittag waren wir im Bamboo House essen. Das liegt nicht direkt am Fluss, aber auch mitten im alten Viertel von Malakka. Von der Straße wirkt es wie ein unscheinbares Haus. Die Tür ist verriegelt und wird erst geöffnet, nachdem man geklingelt hat und über die Sprechanlage verrät, mit wie vielen Leuten man essen möchte. Gruppen mit mehr als sechs sind nicht erwünscht. Innen erwartet eine angenehme Atmosphäre. Mehrere Tische im Innenhof, eine einfache aber stylische Einrichtung und viel Grün an den Wänden.

Josh und ich waren uns schnell einig, den Beef-Burger zu bestellen. Eine gute Wahl, wie sich nach dem Anblick der selbstgemachten Kartoffelspalten und dem leckeren Kartoffelsalat herausstellte. Zum Trinken gab es selbst hergestelltes Orangenbier. Etwas süßlich, aber ok. Nach einem Blick auf die Speisekarte war auch noch Nachtisch drin, (und weil wir einen Mindestverzehr brauchten, um mit Kreditkarte zu zahlen): heißer Brownie mit Eis und für jeden einen Cappuccino. Nicht wirklich typisch malaiisch, aber bei den Preisen haben wir nur zu gerne mal westlich reingehauen. Der ganze Spaß hat insgesamt 20 € gekostet und es war ein echtes Festmahl! So gestärkt haben wir uns die Altstadt angesehen. Wie zum Beispiel das alte Rathaus, die Christ Church, das Porta de Santiago und St. Paul’s Hill mit der Kirchenruine. Seit dem 15. Jahrhundert stand Malakka unter chinesischen, malaiischen, portugiesischen, niederländischen und britischen Einflüssen und von allen ist die Stadt geprägt. Ein sehr interessanter Rundgang für einen Nachmittag.
Der Hunger am Abend hat uns später auf eine harte Probe gestellt: Die meisten Lokale waren geschlossen. Vielleicht weil es Montag war? Sogar im Jonker Walk, eigentlich das Ausgehviertel von Malakka, war fast alles dicht. So sind wir im Geographer‘s Café gelandet und haben Pizza gegessen. Wir sind noch ein bisschen durch die Gegend geschlendert, aber um 20 Uhr waren bereits alle Bürgersteige hochgeklappt.

Am 2. Tag haben wir uns das Maritime Museum angesehen. Dieses ist in dem Nachbau eines portugiesischen Segelschiffs untergebracht was ganz lustig ist, denn man kann darauf herumklettern. Der gegenüberliegende Markt war leider enttäuschend, nur ein paar Läden mit chinesischem Schnickschnack. Dafür ist aber der Jonker Walk am Tag ganz nett. Dort gibt es viele hübsche kleine Läden mit Handarbeiten. Einige scheinen wirklich selbst hergestellt zu sein, aber andere Dinge habe ich schon in Souvenirläden in Südafrika gesehen ...

Dann bin ich dummerweise auf die Idee gekommen, die schwimmende Moschee sehen zu wollen. „The Floating Mosque“ liegt auf einer kleinen Insel vor Malakka, die auch zu Fuß über eine Brücke erreichbar ist. Eine Stunde waren wir in der Hitze unterwegs. Das großangelegte Bauvorhaben ist leider pleitegegangen. Nun stehen dort ein paar Hausruinen und der Hafen wird auch nichts mehr einbringen. Aber die Moschee ist schon 2006 fertig geworden und mittlerweile der einzige Grund, warum sich noch wenige Touristen auf die Insel verirren. Auf dem Rückweg haben wir zwecks Abkühlung einen Bummel durchs „Dataran Pahlawan“ gemacht, einem großen Einkaufszentrum.

Zum Tagesabschluss gab es einen Drink in einer Bar am Fluss. Es ist sehr ruhig und beschaulich dort zu sitzen. Am Wochenende soll ja die Hölle los sein in Malakka, aber wir haben von Montag bis Mittwoch ein malerisches verträumtes Städtchen entdeckt.

Vor der Rückreise am nächsten Tag haben wir noch den mit traditionellen Materialien nachgebauten Sultanspalast angesehen. Eine imposante Holzkonstruktion, bei deren Zusammenbau kein einziger Nagel verwendet wurde. Im Inneren werden ein paar Palastgeschichten über den mystischen Nationalhelden Hang Tuah anhand mehrerer Gemälde erzählt, was sehr unterhaltsam ist.

Vom Glockenturm inmitten der Altstadt fährt der Bus Nr. 17 alle 20 Minuten zum Busbahnhof „Melaka Sentral“, von dem die Busse nach Singapur abfahren. Aufgepasst, von dort dauert der Weg eine Stunde. Wer durch den Jonker Walk geht und am anderen Ende der Straße einsteigt, braucht nur noch 30 Minuten. Ganz gut zu wissen, wenn die Zeit knapp wird.

Das war eine schöne Abwechslung vom Singapurer Großstadtleben. Man sollte nur bedenken, dass der schöne Teil von Malakka sehr klein ist. Nachmittags ankommen und am nächsten frühen Abend wieder abfahren, das reicht vollkommen aus. Aber diese eineinhalb Tage lohnen sich absolut!





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Kuala Lumpur

ReisenPosted by Frauke Sun, June 11, 2017 13:41:38

Nach nur einer Stunde Flug stehe ich auf dem Flughafen von Kuala Lumpur, der 50 km entfernt außerhalb der Stadt liegt. Hier warte ich auf meinen Mann, der von einem Termin aus Jakarta kurz nach mir angeflogen kommt. Hach, ein romantisches Wiedersehen auf dem Flughafen... Stopp, da fällt mir ein - ich befinde mich in Malaysia, einem streng muslimischen Land. Besser noch im Duty-free einen Vorrat an alkoholischen Getränken besorgen? Außerdem ist gerade Ramadan, gibt es tagsüber für Touristen überhaupt etwas zu essen? Ja, gibt es. Die arbeitenden Muslimen müssen ja auch nicht streng fasten und Touris dürfen immer essen.

In die Stadt zum Hotel fahren wir mit dem Klia Ekspres (Hin und zurück für 100 Ringitt), 33 Minuten dauert die Fahrt mit dem Schnellzug. Ein Taxi kostet mehr als das doppelte und dauert auch zweimal so lang. Im Zug gibt es auch kostenloses und einwandfrei funktionierendes WLAN (schönen Gruß an die Deutsche Bahn!). Das ist ganz angenehm nach dem Digital Detox in der Luft. Wer in Fahrtrichtung nach rechts aus dem Zugfenster guckt, sieht auch die Petronas-Türme. Die habe ich am nächsten Tag aus der Nähe angesehen. Da mir nur 1,5 Tage in Kuala Lumpur zur Verfügung stehen, habe ich seit Ewigkeiten mal wieder eine Hop-On Hop-Off -Tour gemacht, bei der man an jeder Station aus- und später wieder zusteigen kann. Für 45 Ringitt (abgekürzt RM - liest sich als Deutscher unangenehm, 10 Euro hört sich besser an) werden 23 Sehenswürdigkeiten angefahren. So habe ich den National Palace, Museen, KL-Tower und die Petronas-Türme abgeklappert. Die Twin-Tower sind echt imposant und scheinen so schön silbern. Hier gibt es auch eine große Shopping Mall, da habe ich mich erstmal etwas abgekühlt. Die Luft ist nicht so feucht wie in Singapur, aber 32 Grad mit Sonnenschein sind trotzdem ganz schön warm. Weiter nach Chinatown, für mich an diesem Tag die Endstation. Hier habe ich mich ins Marktgetümmel gestürzt. Wer Fakes sucht, wird fündig, für mich gab es nur neue Handy-Kopfhörer. Sonst hat der Markt leider nicht viel mit China zu tun, aber am nächsten Tag haben wir dort sehr gut arabisch gegessen...

Am zweiten Tag war ich morgens zum Shoppen in der „NU Sentral Mall“. Adidas gibt es relativ günstig und die Auswahl an Kleidungsgeschäften ist groß. In der Beauty-Ecke gönne ich mir eine Gesichtsmassage, für die Füße habe ich leider keine Zeit mehr. Denn mittags war Dirk mit seinen Terminen fertig und wir sind zusammen nach Chinatown gefahren. Bei dem zuvor erwähnten Araber haben wir sehr gut gegessen und sind danach herumgeschlendert. Letztendlich sind wir in einer Bar gelandet, haben das Geschehen auf der Straße beobachtet und zum Abschluss ein Bier getrunken. In den Bars und Restaurants ist das kein Problem, auch nicht während Ramadan.



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Urlaub auf Bali

ReisenPosted by Frauke Fri, May 05, 2017 12:09:37
Der erste Mai ist auch in Singapur ein Feiertag, "Labour Day".
Der gemeine Expat packt zu Feiertagen seinen Koffer für ein langes Wochenende und verreist. Dieses Mal haben wir da mitgemacht. Billigflug mit AirAsia gebucht und ab nach Bali. Drei Stunden Flug überlebe ich auch, wenn die Knie die ganze Zeit am Vordersitz scheuern.

In Canggu hat uns im Adharana ein wunderschöner Bungalow mit Privatpool erwartet. Seit wir in einer Urlaubsregion leben, in der es durchgehend warm ist, habe ich ein schlechtes Gewissen, auch mal frei zu machen. In Deutschland hatte ich immer das Gefühl, Urlaub auch verdient zu haben, das muss ich hier noch lernen. Aber wer viel arbeitet darf auch mal ausspannen und das tun wir jetzt.



Der Frühstückstisch wird für uns auf der privaten Terrasse gedeckt und den Obstsalat mit Jogurt und dazu das Omelett kann ich wirklich nur empfehlen. Wem zu heiß ist, der springt zwischen zwei Bissen in den Pool. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so viel Zeit im Bikini verbracht habe.

Ein bisschen wollten wir auch von der Insel sehen und haben mit dem Motorroller einen Ausflug nach Ubud gemacht. Für die knapp 30 Kilometer waren wir zwei Stunden unterwegs, die meiste Zeit davon sind wir durch die Irre gefahren. Die Beschilderung auf Bali lässt zu wünschen übrig. Angepriesen als hübsches Hippiestädtchen entpuppte sich der Ort als sehr gut besuchter Touri-Ort und wir haben uns nach einem Mangosaft bald wieder auf den Rückweg gemacht, um vor Anbruch der Dunkelheit zurück zu sein. Auch auf Bali gibt es nämlich eine Rushhour. Die Mopedfahrer gönnen sich gegenseitig keine winzige Lücke. Viele Straßen sind so eng, dass Chaos ausbricht, wenn auch mal ein Auto statt der vielen Mopeds den Weg kreuzt. Der Verkehr ist sehr chaotisch und wir waren froh, als wir wieder in unserem Bungalow in den Pool springen konnten. Das Hotel bietet auch höchst interessante Massagen an, aber ich muss wirklich nicht alles ausprobieren...

Nur einen Kilometer von unserer Unterkunft entfernt liegt der Berawa Beach. Ein Traum für Surfer, die hier ein Wellenparadies vorfinden. Wir haben stundenlang zugeschaut und als ich es endlich am nächsten Tag ausprobieren wollte, waren die Wellen so stark, dass den Anfängern abgeraten wurde ins Wasser zu gehen. Also wieder zurück auf die Sonnenliege und lieber auf die Happy Hour gewartet. Zwei Bier für zwei Euro und den Sonnenuntergang noch gratis dazu, kitschig und so schön.

Auch ein verlängertes Wochenende geht irgendwann zu Ende. An unserem Abreisetag hat es zum Glück geregnet, da fiel der Abschied nicht ganz so schwer. Aber ich muss ja endlich surfen lernen, also werde ich demnächst wieder Strandurlaub machen.



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Heimaturlaub

ReisenPosted by Frauke Tue, January 31, 2017 15:40:01

Mein erster Heimaturlaub nach fünf Monaten. Ich war ganz schön aufgeregt und hatte auch Angst vor der Kälte, aber das war gar nicht so schlimm.

Schön ist es, in heimischer Umgebung zu sein; Freunde wiederzusehen, die einen jahrelang kennen, Vertrautheit zu spüren. Eine Schwester zu haben, die in weiser Voraussicht Franzbrötchen besorgt hat. Alte Freunde zusammen an einem Tisch versammelt - es gibt nichts Schöneres!

Heimat ist, wo man sich sicher fühlt. Dinge erledigen und genau zu wissen, wo man dafür hingehen muss. Die Mentalität zu kennen und wegen bestimmter Reaktionen nicht überrascht zu sein.
Und Schuhe kaufen! Leider habe ich für Singapur zu große Füße und obwohl im Januar noch keine Sommerkollektion in den Geschäften zu finden ist, habe ich doch ein Paar für mich ergattert. Dazu noch Unmengen an Magnesiumtabletten (wahnsinnig teuer in Singapur), Müsli (ebenso) und Haribo-Colorado! Freunde und Familie kann ich leider nicht mitnehmen...

Dafür gab es einen tollen Lunch mit Lieblingsnichte und Lieblingsneffe, Wiedersehen mit Freunden und Kollegen und ruhige Familienstunden. Alles habe ich total genossen.

In Hamburg sagt man "tschüs", aber für mich heißt es zum Glück "auf Wiedersehen im Sommer!"



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Schokolade

ReisenPosted by Frauke Thu, December 08, 2016 21:12:10

Seit ein paar Tagen sind wir nun in Margaret River, einer bekannten Weinregion in Western Australia. Mehr als 150 Winzer haben sich in diesem Gebiet angesiedelt und an der berühmten Cave Road reiht sich eine Station zur Weinverkostung an der anderen. Einige gute Tropfen haben wir schon getrunken, doch leider liegen die Preise für Steuer und Transport nach Singapur für 12 Flaschen bei 300 $. Dazu noch die Kosten für den Wein selbst und schwupps, kaufen wir lieber zuhause für Weihnachten ein...

Besonders fand ich heute jedoch eine andere Verkostung. Im "House of Cards" an der Cave Road haben wir Schokolade probiert. Mit Kakaobohnen aus Papua-Neuginea, Ghana, Ecuador und Indonesien produziert die Firma "Gabriel" hochwertige Schokoladen für jeden Geschmack.


Unglaublich, wie unterschiedlich Schokolade schmecken kann. Süß, fruchtig, bitter - alle Geschmacksrichtungen sind dabei, nicht nur abhängig von den verschiedenen Zutaten, auch die Herkunft der Kakaobohnen macht entscheidend viel aus. Zum ersten Mal habe ich auch geröstete und kleingehackte Kakaobohnen probiert. Ohne die Verbindung mit Milch und Zucker, also ganz pur. Die Expertin hinter dem Tresen hat angeboten, dass wir es ausspucken dürften, aber ich fand es lecker.

Im benachbarten Café gibt es selbstgemachtes Schokoladeneis und weitere Naschereien. Dieses Schokoeis war das beste, welches ich je in meinem Leben gegessen habe!

Neben Schokolade und Wein wird in der Region auch Käse, Olivenöl und Bier hergestellt. Wir sind noch nicht sicher, bei welcher Verkostung wir morgen landen.



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Endlich Australien

ReisenPosted by Frauke Sun, December 04, 2016 20:35:21

Der erste australische Stempel hat es endlich in meinen Reisepass geschafft.

Mit Jetstar sind wir in fünf Stunden nach Perth geflogen. Das Ticket war sehr günstig, aber für die lange Flugzeit war die Beinfreiheit doch sehr beengt. Beim nächsten Mal nehmen wir eine andere Airline.

Mit dem Bus 380 gelangt man problemlos vom Flughafen nach Perth-Downtown. Die Stadt ist nicht sehr groß und auch nicht ultraspannend. Der Kingspark ist mit seinem botanischen Garten sehr hübsch angelegt. Vom Hotel fußläufig zu erreichen, war das unsere erste Anlaufstelle. Ziemlich kühl ist es für Frühling und der Wind hat auch noch sein Teil beigetragen. Aber die frische Luft tut unsagbar gut. Ich muss immer wieder tief ein- und ausatmen, in Singapur ist die Luft ja stets sehr drückend.

Glücklicherweise haben wir früh Hunger bekommen. Viele Restaurants schließen nämlich bereits um 20 Uhr wie wir festgestellt haben und danach werden die Bürgersteige hochgeklappt. Also haben wir nach unserem Burger einen Spaziergang durch die leeren Straßen gemacht und sind früh schlafen gegangen. Am zweiten Tag ging es mit dem Zug nach Fremantle. Ein Vorort von Perth am Meer und beliebtes Ziel für Backpacker, andere Touristen und Einheimische. Man liegt am Strand, isst, trinkt und genießt das Urlaubsgefühl. Es wird einem leicht gemacht, den Alltag zu vergessen. Alle sind hier so nett. Egal ob Kellner, Busfahrer oder Polizist, jeder hat ein freundliches Wort und ein Lächeln auf den Lippen.

Am Abend zurück in Perth waren wir Sushi essen. Das war unerwartet günstig und wir haben bei Taka's Kitchen in der Barrack Street voll zugeschlagen.

Danach waren wir noch in einem Pub und haben ein paar Bierchen getrunken. Die irische Livemusik war gewöhnungsbedürftig, aber wir hatten viel Spaß.





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Von Singapur nach Bangkok

ReisenPosted by Frauke Mon, November 28, 2016 16:12:45

Singapur ist sehr schön, aber nicht sehr groß. Das sage sogar ich als Hamburgerin, denn Singapur und meine Heimatstadt sind etwa gleich groß. Aber im norddeutschen platten Land gibt es jederzeit die Möglichkeit, mal schnell nach außerhalb zu fahren. Das ist hier zwar auch möglich, aber immer damit verbunden, die Landesgrenze zu überschreiten. Mal eben schnell an die Ostsee ist gedanklich etwas anderes als kurz ins Ausland. Am Wochenende haben wir uns in den Flieger gesetzt und sind zusammen mit ein paar Freunden nach BKK geflogen. Ursprünglich aufgrund einer Einladung zu einer großen Veranstaltung, dem "Fest der Deutschen". Allerdings musste die Feier wegen der Trauer um den thailändischen König abgesagt werden. Flüge und Hotel waren bereits gebucht und darum haben wir uns trotzdem auf den Weg nach Bangkok gemacht.

Freitag spätabends angekommen, war die Schlange für die Taxen so lang, dass wir mit dem Skytrain in die City gefahren sind. Es gibt eine praktische Direktverbindung vom Flughafen nach Phaya Thai, mitten in der City. An der Haltestation hat Dirk schon von oben eine sehr nett aussehende Bar entdeckt und dort sind wir gleich mal mit unseren Koffern in der Hand eingekehrt. Wir haben sehr lecker gegessen und weil es mit den thailändischen Preisen auch gleich mehr Spaß macht, immer wieder nachbestellt, Bierchen dazu getrunken und am Ende des Abends gerade mal 30 € bezahlt. Ein Traum nach vier Monaten Singapur. Weiter ging es in unser Hotel Plaza Athenee. Dort sind wir sehr müde ins Bett gefallen. Am Morgen haben wir dann mit unseren Freunden gefrühstückt (das Buffet war so vielseitig, großartig!) und uns danach auf den Weg zu einem Schneider gemacht. Zum Glück hatten wir eine sehr gute Begleitung, die sich in Bangkok auskennt und uns nicht nur an die richtige Adresse gebracht, sondern auch sehr gut verhandelt hat. Danke Daniel!

Abends gab es ein sehr feines Dinner in der Cielo Sky Bar. Das Besondere an der Bar ist nicht nur die Lage im 46. Stockwerk, sondern ein Gang mit Glasboden, über den ich mit pochendem Pulsschlag gegangen bin. Der Blick bis zum Erdgeschoss hinunter hat mich etwas unruhig werden lassen, aber ich habe mich getraut.





Nach dem Essen haben wir einen ersten Absacker im Hotel Sukhothai genommen. Weil unser lieber Fred auch in der thailändischen Hauptstadt seine Freunde hat, kamen wir in den Genuss einer nächtlichen Führung durch das Hotel. Vielleicht übernachte ich hier beim nächsten Mal - gleich nach dem Lottogewinn.


Als letzte Station sind wir ins "Deutsche Eck" gefahren. Der Besitzer empfing uns mit strahlendem Gesicht zu später Stunde und zum Bier wurde noch Currywurst aufgetischt. Verdursten und hungern muss man also auch in Bangkok nicht.

Nachts im Hotel bekamen wir an der Rezeption ein Paket mit den geschneiderten Hemden überreicht. Ich war echt beeindruckt, wie gut und schnell das geklappt hat. Ich habe mal wieder gelernt, nicht zu misstrauisch zu sein.

Am Sonntag sind wir noch im MBK gebummelt. In dieser Mall gibt es so ziemlich alles zu kaufen. Kleidung, Technik und Kitsch - so die grobe Umschreibung. In dem Food-Court haben wir leckeres Pad Thai gegessen. Bei diesem Gericht mit Reisnudeln liege ich immer richtig, wenn es asiatisch aber nicht scharf sein soll!

Dann ging es auch schon wieder zum Flughafen und ab nach Hause.

Als wir zurück in Singapur nach diesem Wochenende wieder in unsere Wohnung kamen, hatte ich wirklich das Gefühl, wieder nach Hause gekommen zu sein. Ein gutes Zeichen!



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