Singapur

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Tipps im Blog

Wie beginnt man ein neues Leben in einer fremden Kultur? Das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden und seinen Weg suchen. Hier berichte ich von meinen ganz eigenen Erlebnissen und ein paar Tipps für den Alltag in Singapur sind auch dabei.

Trinkwasserqualität

Gut zu wissenPosted by Frauke Tue, November 01, 2016 16:56:24

Auf Hygiene wird in Singapur von seiten der Regierung enorm viel Wert gelegt, und dazu gehört auch die ständige Kontrolle des Trinkwassers. Die Hälfte der Wasserversorgung kann der Stadtstaat mit Entsalzungsanlagen für Meersalzwasser, Auffangbecken für Regenwasser und Aufbereitungsanlagen selbst bewältigen. Die andere Hälfte der nötigen Wassermenge wird aus Malaysia geliefert.

Das Leitungswasser in Singapur ist von guter Qualität und kann bedenkenlos getrunken werden. Aber es riecht ein wenig abgestanden und hat noch weniger Geschmack als wir es ohnehin gewohnt sind. Grund dafür sind die fehlenden Mineralien. Das singapurische Wasser ist nämlich kalkfrei, was bedeutet, es sind kein Kalzium und Magnesium enthalten. Somit ist es viel weicher als in Deutschland. Also ruhig etwas weniger von dem teuren Waschmittel in die Waschmaschine geben, denn das weiche Wasser verstärkt die Waschkraft. Zusätzlicher Vorteil sind weniger bis gar keine Kalkflecken an den Armaturen. Dafür muss ich nun aber Magnesiumkapseln schlucken, um Muskelkrämpfen vorzubeugen. Anfangs war mir nicht bewusst, warum ich jede Nacht mit Krämpfen aufgewacht bin. Aber Sport ohne jeglichen Magnesiumzusatz hat meinem Körper wohl gar nicht gefallen. Zugesetzt wird lediglich etwas Fluorid für die Zahngesundheit. Über den Nutzen streiten sich aber noch die Gelehrten.

Der Geruch kommt von dem Chlor, das in den Filteranlagen zur Desinfektion benutzt wird. Allerdings in solch geringen Mengen, dass es nicht gesundheitsschädlich ist. Die Kontrollen der Wasserqualität erfolgen regelmäßig nach den Vorgaben der WHO und fallen oft sogar besser aus als gefordert. Also keine Angst vor frischem Trinkwasser aus dem Wasserhahn, gratis Tafelwasser in den Restaurants oder Eiswürfeln. Die Gesundheit wird nicht darunter leiden, nur die Geschmäcker sind verschieden. Wir kochen zum Beispiel unseren Morgenkaffee mit Leitungswasser und haben kein Problem damit. Espresso und Tee schmecken uns auf die Art aber zu bitter, da bevorzugen wir gekauftes Wasser aus der Flasche. Die geöffneten Flaschen sollten baldigst aufgebraucht werden, denn durch die ständige feuchte Hitze entsteht auch hier schnell ein muffeliger Geruch, und vor allem bei stillem Wasser sammeln sich schnell Keime an.



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